Mit dem Laser schneiden und gravieren
Inhaltsverzeichnis
- Idee generieren und Projekt gestalten
- Was lässt sich mit unserem Lasersystem bearbeiten?
- Dateiformate (2D/3D Input)
- Softwareempfehlungen zur Bildbearbeitung + Konvertierung
- Übersicht der Features unseres Lasersystems
- Bearbeitungszeit vs. Materialbedarf
- Könnt ihr auch auf bereits vorgefertigte Objekte lasern?
- Inspirationsquellen / Das Rad nicht neu erfinden müssen
- Material auswählen
- Der Laserprozess
- Dein Projekt
Idee generieren und Projekt gestalten
Egal ob Du Konstrukteur, Architekt, Designer, Hersteller, Einzelhändler, Liebhaber, Kreativo bist oder nur etwas für einen besonderen Anlass wünschst. Mit dem Laser geht's!
Was lässt sich mit unserem Lasersystem bearbeiten?
Vieles ist möglich: Bürostempel, Kugelschreibergravuren, Holz-Puzzles, Ersatzteile, Namensschilder, Figuren, Gehäuse, Verblendungen, Intarsien, Ornamente, Rahmen, Fassungen, Sprühschablonen, Aufbewahrungsboxen, Grußkarten, Maschinenplaketten, Deko-Artikel, Mechanismen (z.B. Holzgetriebe), Schmuck, Menükarten, Werbemittel, Geschenke, Giveaways, …
Unter dem Punkt Material auswählen findest du viele verschiedene Referenzen, die wir bereits in der Vergangenheit für Kunden angefertigt haben.
Bitte beachte, dass unser CO² Lasercutter zum Schneiden von Metall nicht geeignet ist (Gravuren sind jedoch möglich - siehe unten). Wende dich dafür bitte an die Experten von SLT in Chemnitz.
Achtung: Einschränkungen beim Lasermarkieren! Das Laserbeschriften (Markieren) bei uns in der Regel nur dann möglich, wenn es sich um eloxierte oder anderweitig beschichtete Bauteile handelt, oder mit Gravurmitteln wie Cermark gearbeitet werden kann. In allen anderen Fällen ist ein UV- oer Faser-Laser die bessere oder einzige Wahl! Dies betrifft insbesondere blanke Bauteile aus Kunststoff oder Stahl, Edelstahl, Aluminium, usw. - Wende dich hierfür gern an die Experten von cameo Laser.
Dateiformate (2D/3D Input)
Das Laserschneiden ist ein digital gestütztes Fertigungsverfahren, welches ebenso digitalen Input benötigt. Je nach Prozess (Schneiden / Gravieren) benötigen wir entweder gut aufgelöste Raster- oder Vektorgrafiken. Rastergrafiken (Pixelgrafiken) sollten wenigstens 300 DPI haben, also nicht verpixelt sein, und gute Kontraste aufweisen. Ein praktischer Hinweis: Vektorgrafiken können auch Rastergrafikelemente enthalten, aber nicht anders herum!
Prinzipiell akzeptieren wir viele verschiedene Dateiformate. Leider kommt es bei bestimmten Dateiformaten teilweise zu ganz unterschiedlichen Problemen, bedingt durch unterschiedliche Formate, Kodierungen, Programmversionen und Betriebssysteme.
Mit folgenden Standard-Dateiformaten können wir unter anderem umgehen:
3D Modelle
- *.3mf
- *.amf
- *.fcstd (FreeCAD)
- *.iges
- *.obj
- *.ply
- *.scad (OpenSCAD)
- *.step
- *.stl
2D Vektor
- *.ai (Adobe Illustrator)
- *.cdr (Corel Draw)
- *.dwg (AutoCAD)
- *.dxf (AutoCAD)
- *.eps
- *.svg
2D Raster
- *.bmp
- *.jpg / *.jpeg
- *.gif
- *.ico
- *.png
- *.tif / *.tiff
- *.webp
- *.xcf (GIMP)
Das Idealformat für uns ist das Scalable Vector Graphics Format - kurz bekannt unter "SVG".
Schicke uns Deine Dateien freundlicherweise mit Hinweisen (z.B. ein festes Maß, Maßeinheiten) oder Screenshots zum Vergleich. So können wir schnell erkennen, ob es beim Import Fehler gibt (z.B. falsche Skalierungen, fehlende Linien, inkorrekte Farbzuweisungen).
Softwareempfehlungen zur Bildbearbeitung + Konvertierung
Für die Raster- bzw. Vektorgrafikbearbeitung empfehlen wir kostenfreie Profisoftware: Inkscape, GIMP, Krita, PhotoScape.
Für sonstige Formatkonvertierungen oder 3D-Arbeiten helfen außerdem Tools wie QCAD, ODAFileConverter, FreeCAD, PrusaSlicer, XNView MP, IrfanView. Diese Programme stehen für Windows, Linux und teilweise auch MacOS zur Verfügung. Für SVG-Preview Bildchen im Dateibrowser empfehlen wir überdies die svg-explorer-extension von tibold.
Übersicht der Features unseres Lasersystems

Epilog Fusion Pro 32 // 60 W
- Leistung und Genauigkeit
- luftgekühlte Laserröhre CO² (10600 nm) mit 60 Watt Nennleistung am Spot
- Frequenz der Laserquelle: 50 bis 5000 Hz
- 2" Fokus-Linse
- Auflösung (Raster): 50 bis 1200 dpi (stufenlos)
- maximale Schneidgeschwindigkeit (vector): 120 mm/s
- maximale Reisegeschwindigkeit (vector): 500 mm/s
- maximale Graviergeschwindigkeit (raster): 4200 mm/s
- Alle Geschwindigkeiten von 0,01 % bis 100 % skalierbar
- Schneidspaltbreite je nach Material und Dicke zwischen 0,07 mm und 0,20 mm
- Abmessungen
- Schneidbare Werkstoffdicken:
- ideal + geringster Zeitbedarf: 0 - 4 mm (Beispiel Sperrholz)
- gut + moderater Zeitbedarf: 5 - 6 mm (Beispiel Sperrholz)
- gut + sehr langsam: 13 mm (Beispiel Vollholz Fichte - in 2 Durchläufen)
- akzeptabel + sehr langsam: 7 - 8 mm (Beispiel Laminat)
- Maximal einlegbare Werkstückgröße XY:
- 812 x 508 mm (bitte sei Seite 3-5mm Rand lassen für Einspannung!) - Diagonale 957 mm
- unter Umständen (Werkstückgeometrie) vergrößerbar auf 872 x 552 mm oder 960 x 562 mm
- Maximal einlegbare Werkstückhöhe Z:
- ohne alles: 417 mm mit Wabengitter und Unterbau: 329 mm
- maximale Höhenunterschied ohne Kollision zwischen Werkzeug und Werkstück: 30 mm
- max. Gewicht Werkstück: 45,5 kg (bewegt) bzw. 91 kg (statisch)
- Schneidbare Werkstoffdicken:
- Lasermodi
- Optimierter Rastermodus, Vektormodus oder kombiniert
- Weitere Features
- Kamerapositionierungssystem für optische Vorplatzierung und Passermarkenerkennung
- Luftassistent auf Laserstrahl (integrierte Kompressorzublasung)
- Abrollvorrichtung für runde Objekte (max. Bauteillänge 555 mm)
- Wabentisch und Task Plate für verschiedene Schneid- und Gravurjobs

Bearbeitungszeit vs. Materialbedarf
Dünnere Materialien lassen sich schneller schneiden als dickere. Weichere Materialien lassen sich schneller schneiden als härtere. Komprimierte Werktoffe wie MDF oder Laminat beispielsweise erhöhen die Bearbeitungsgeschwindigkeit nicht linear, sondern exponentiell. Unter Umständen lohnt sich die Halbierung der Materialstärke und das Lasern der doppelten Menge mit anschließendem Verkleben (Abwägung Laseraufwand vs. Anschlusssaufwand).
Könnt ihr auch auf bereits vorgefertigte Objekte lasern?
Das kommt drauf an! Sofern die Oberfläche bzw. Materialbeschaffenheit des Objekts dies zulässt, das Werkstück nicht mit der Maschine kollidiert und deine Grafik sicher platziert werden kann, so steht dem nichts im Weg. Bitte sende uns bei solchen Anfragen möglichst viele Details (z.B. Fotos, Skizzen) und Abmaße mit oder bring' uns das Objekt vorbei und wir schauen uns das gemeinsam an. Das Lasern im montierten Zustand ist möglich, solange die zu bearbeitende Zieloberfläche nicht tiefer als 7 mm von der höchsten Oberfläche entfernt liegt - sonst ergibt sich eine Kollision zwischen Werkstück und Werkzeugkopf.
Im übrigen hat unser Laser ein Kamerasystem und kann auch mit Registriermarken umgehen. Wir können hiermit vormarkierte Bedruckungen passgenau auslasern.
Inspirationsquellen / Das Rad nicht neu erfinden müssen
Du suchst nach einer passenden Idee für dein nächstes Laserprojekt? Im Netz tummeln sich etliche Plattformen, die gute Anhaltspunkte bieten. Eine Liste nützlicher Webseiten für 2D und 3D Daten, die wir empfehlen können:
- https://ameede.com
- https://dxfforcnc.com
- https://grabcad.com
- https://thingiverse.com
- https://yeggi.com
- https://openclipart.org
- https://3axis.co
- https://publicdomainvectors.org
Material auswählen

Vorab: Was wir nicht lasern - Gute Gründe
Einige Werkstoffe gefährden die Gesundheit (chemische Verbindungen), beschädigen oder verschmutzen die Maschine (Entflammbarkeit, Korrosion), verschmutzen die gelaserten Bauteilen zu stark oder erzeugen ein miserables Schnittbild (verkohlte, verklebte, aufgequollene, ungenaue oder verschmolzene Schneidkanten). Manches lässt sich nicht schneiden, da der Schneidspalt zu groß wird oder sich das Bauteil thermisch extrem verzieht (Welligkeit).
Wir verarbeiten keinesfalls Werkstoffe mit hohem Gehalt an oder VOC-Bildung von:
- Benzin (z.B. in Gummi)
- Chlorgas
- Halogenen (z.B. Fluorkautschuk)
- (Kunst)harzen, Formaldehyden, Kresolen (z.B. bestimmte Exterieur-Sperrhölzer, Farben und Lacke, Epoxidharz, Phenolharz, Melamin, HPL-Platten, GFK, CFK) PVC (z.B. pleather, Vinylschallplatten) - setzt Chlorgase frei
- Phosgen (Salzsäure)
- Polyethylen (PE)
- Polystyrol (PS), z.B. Polystrolschaum
- Schwermetallen (Nickel, Chrom, Kobalt)
- Zink
Aus weiteren Gründen wie hohen thermischen Verzugs, hässlichen Schnittbildern, Brandmarken oder Risiko der Beschädigung unseres Lasersystems disqualifizieren sich außerdem:
- Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS)
- Kevlar
- Polychloropren (Chloropren-Kautschuk / Neopren)
- Polycarbonat (PC)
- Teflon (PTFE)
Bitte frage uns vorher an, was machbar ist! Denke außerdem auch an Deine eigene Gesundheit und über ökolgische Alternativen nach!
Sperrholz / Furniere
- Furniere / Schichtholz
- Flugzeugsperrholz / Ibraco
- Holzfurnier / veneer sheet / solid wood sheet / thin wood
- Kork (cork)
- Kraftplex / Holzblech (100% Zellulosefasern und 0% Leim, vollständig biologisch abbaubar, emissionsfrei, für Kinderspielzeug zertifiziert)
- Mikrofurnier / Starkfunier / Sägefurnier / Microwood
- Multiflex / Flexply / flexoply / flexible plywood / bendy plywood / bending plywood / bendable plywood / curve-ply / wacky wood / wiggle wood
- Sperrholz / plywood
-
Igaleano Dodici: Ein mutiger Stern aus 982 Sperrholzteilen - bestehend aus 20 Spitzen und einem Grundkörper aus zwölf gleichen Flächen (Pentagondodekaeder). Die Teile sind aus 4 mm Pappelsperrholz gefertigt. Der Stern ist größtenteils gesteckt und nur an wenigen Stellen verleimt. Er wiegt ca. 2,2kg und war ein Projekt mit Ursprung im FabLab Chemnitz. Erzgebirgische Weihnachtskunst ist nicht unbedingt für seine Robustheit bekannt. Die vielen kleinen filigranen Holzbauteile machen es schwierig in der Reinigung, Lagerung und dem Aufstellen, sofern man zum Beispiel Kinder oder Katzen zu Hause hat, die aus Versehen etwas zerbrechen. Nichts ist jedoch schlimmer, als Erbstücke aus solchen Gründen dann zu entsorgen. Bei vielen Defekten kann man aushelfen. So hab ich die Weihnachtspyramide meines Opas gerettet. Die Rotorblätter mitsamt Halterungen waren teilweise stark beschädigt. Aus diesem Grund habe ich via Inkscape etwas Reverse-Engineering betrieben und neue Rotorblätter ganz im alten Stil nachgemacht. Zunächst wurde ein Blatt abfotografiert und vektorisiert. Dann wurden die Vektoren nachbarbeitet und mit dem Laser ausgeschnitten bzw. die Schneeflocken graviert. Mit etwas Öl und Feinschliff sieht man nur noch bei genauem Hinsehen, dass es mit dem Laser gemacht wurde (siehe Vergleichsfoto). Die Rotorhalterungen wurden übrigens mit FreeCAD modelliert und mit dem 3D-Drucker hergestellt. Vielleicht etwas frevelhaft, da sie nicht mit der Drechselbank gemacht sind - aber besser, als eine uralte Pyramide aufzugeben, die schon viel Geschichte auf dem Buckel hat. Zusammenarbeit mit Tino Thoß (Historical Ocean Liners) -> https://historicaloceanliners.com/contact Ein Motto von Chemnitz auf einem lustigen Holzbrillengestell. Ein kleiner Prototyp, aus Jux an der Freude angefertigt. Florian Festi's boxes.py mit "spring tabs" - gefederten Zinkenverbindungen. Open Source Generatoren sind genial! -> https://boxes.hackerspace-bamberg.de Ein Schaukelbettchen für die heimische Puppenstube Sperrholz ist ein gut bearbeitbares Material. Nicht nur für den Lasercutter! Es lässt sich auch einfach gestalten: schleifen, bohren, feilen, sägen, anmalen und noch viel mehr. Hier dargestellt: Ein parametrisch generiertes Spiralmuster, ausgelasert und farblich akzentuiert. So lassen sich schicke Muster herstellen. Im einfachsten Fall reicht schon ein handelsüberlicher Fasermarker, z.B. von Edding. Durch das Anmalen lassen sich Schmauchspuren gut kaschieren. Kooperationsprojekt eridur + Holzkombinat. Lernen, wie man eine geodätische Kuppel baut. Die Teile sind aus 3mm MDF angefertigt Um im Winter Heizkosten zu sparen und die Türen zu schließen, den Haustieren jedoch Freigang zu erleichtern, gab es Durchbrüche durch die Wand. Diese wurden mit ausgelaserten Sperrholzkonstruktionen schön und sauber verblendet. Als besonderes Highlight wurde das Projekt zum Katzenfernseher weitergesponnen. Wer so ein Programm hat, der benötigt kein Netflix ;-) funktionsfähig und 100% aus Holz (Kraftplex) Holz kann formbar gemacht werden, auch ohne es nass zu machen. Dazu werden Perforationen im definierten Muster und Abstand eingebracht. entstanden zu einem Teamevent im Holzkombinat. Das in nur wenigen Stunden zusammen entwickelte Produkt beinhaltet viele verschiedene Schritte: vom Sägen auf der Formatkreissäge, Tackern, Leimen und Schleifen, Foto-Potch und natürlich Laserschneiden und -gravieren. Wir sind begeistert! Lust auf ein eigenes Teamevent, wo auch der Laser mit dabei ist? Wir sind häufig aktiver Partner des Holzkombinats: Schau doch mal auf vorbei deren Seite vorbei. Die Trägertafel ist aus Pappelsperholz und die Gravuren helfen bei der passenden Beschriftung. Hier wurde eine "one line" Schriftart verwendet. Teil einer Weihnachtsaktion, die mit Postkarten kombiniert und an Vereinsmitglieder verschickt wurde. Die Täfelchen haben einen schönen 3D-Effekt. Puzzle lassen sich auch ohne Stanzmaschine recht gut herstellen. Dazu benötigt man nur einen geeigneten Karton oder Holz. Ideal sind beispielsweise Starkkarton, Finnpappe oder Sperrholz in 2-3 mm Dicke. Die Teile sollten dabei wenigstens so groß wie ein Daume sein, damit man sie noch anfassen kann. Natürlich machen wir auch unsere Puzzle-Dateien selbst. Dazu gibt es tolle Inkscape Plugins, an denen wir ordentlich mitgefeilt (Code entwickelt) haben. > https://y.eridur.de/lasercutjigsaw Ein äußerst effizientes Nesting von 3mm MDF-Teilen (Mini-Geodom Bausatz). Der Verschnitt ist dadurch optimal und es entsteht kaum Abfall. Noch eine enge Verschachtelung zur Schonung des Materials. Wir vermeiden nach Möglichkeit stets Abfall und stecken lieber etwas Liebe und Zeit in das Nesten. So kostet die eigene Arbeitszeit zwar mehr, aber das Material weniger! Eigenkonstruktion aus 4mm Pappelsperrholz im edlen Design. Besteht aus einigen hundert Teilen und kann richtig schnell drehen. Als Modellprojekt arbeitet es so natürlich nicht im Wasser, aber durch den Wechsel der Holzsorte, geeignete Oberflächenversieglung (Öl) und das Anbringen einer passenden Welle wäre das durchaus möglich. Noch eine Spaßbrille aus Sperrholz (3mm) Bau dir Dein eigenes Teekästchen beim Holzkombinat und erlerne neue Holzbearbeitungsfähigkeiten Begeistert vom Urlaub entstand dieses Souvenir in Kombination mit einem kleinskalierten Terrain-Ausschnitt, der per FDM 3D-Druck in 0,05 mm Schichtstärke hergestellt wurde. Die Untergrundplatte wure mit Inkscape entwickelt und lasergeschnitten, sowie graviert. Mit einem Laser lassen sich super steckbare Dinge herstellen, die entzücken können. So zum Beispiel diese Blume aus 166 Einzelteilen (3mm Pappelsperrholz) "Wein- und Sektgut Hubertus Triebe" - ein weiteres stolzes Kundenprojekt, was viel Liebe bekommen hat. Neben der durch einen talentierten Chemnitzer Drechsler nach Skizze anfertigten Weinflasche hat das Holzkobinat ganze Arbeit geleistet, die Flasche zu halbieren, zu ölen und ein entsprechendes Finish zu geben (sowie das Projekt zu planen). Das I-Tüpfel ist das von uns lasergravierte Flaschenetikett aus Biegesperrholz, welches am Ende passgenau ergänzt wurde. Kleine Freuden zwischendurch. Mit wenig Aufwand lassen sich witzige Dinge wie dieser Kaktus aus 3mm Sperrholz laserschneiden und zusammenstecken (und anmalen). Eine willkommene, kurzweile Abwechslung im Hamsterrad des Alltagsstresses und nebenbei ein nettes Geschenk für alle Gießfaulen, bei denen selbst Sukkulenten keine Chance haben ;-) Diverse Weihnachtsmotive mit dem Lasercutter sind kein Problem. Die nächste Weihnachtsfeier kann kommen! Zum Beispiel im Holzkombinat! Gravuren/Schnitte mit oder ohne AppTape: Für extra feine Laserergebnisse, wo minimaler bzw. kein Schmauch vorhanden sein darf, eignet sich die Verwendung von Application Tape. Dieses wird temporär auf das Werkstück aufgerakelt und nach dem Lasern wieder entfernt. Der Rauch bzw. die Rückständer verbleiben somit nicht auf dem Teil, sondern auf dem Tape. Leider erzeugt dieser Prozess mehr Abfall und ist nicht zu bevorzugen. Fein aufgelöste, lasergravierte Negative von Künstlermotiven. Diese wurden dann für einen Jahreskalender genutzt, welcher per Lithographie angefertigt wurde. Neben dieser einfachen Sperrholzversion haben wir übrigens auch mit Linoleum experimentiert.
Vollholz / Multiplex / Massiv
- Edelholz / Massivholz
- Weich- und Hartholz, z.B.
- Ahorn
- Bambus
- Eiche
- Esche
- Kiefer
- Linde
- Rubinie
- Platane
- Thuja
- Walnuss
- Kebony
- Faserverdichtete Platten
- MDF
- HDF
- CDF
- Spanplatte
- Laminat






















Papier / Pappe
- Bristol board
- Finnpappe (finnische Holzpappe)
- Fotokarton
- Furnierpapier / decoflex
- Graspappe / Graskarton
- Graupappe
- Karton / Pappe
- Kraftpapier
- Papier
- Passepartout (mat board) / Kaschierkarton
- Spiegelkarton
- Synthesefaser-Papier / neobond
- Tonkarton
- Transparentpapier
- Wachspapier
- Wellpappe














Kunststoffe (z.B. als Folien, Vollplatten, Schaumplatten)
- Chlorfreies Gummi / Stempelgummi / Naturgummi / Kautschuk / Lasergummi / geruchsloser Gummi / Silikongummi
- Corian / Avonit (Acrylstein)
- Coroplast (Wellkunststoff)
- Delrin (POM)
- Epoxidfreies CFK (carbon fiber mats/weave)
- Kapton tape (Polyimide)
- Laserflex
- Linoleum
- Magnetfolie (magnetic sheet)
- Polyamid (PA)
- Polyesterschaum (PES)
- Polyurethanschaum (PUR)
- KAPA
- Polycarbonat (PC) / Makrolon / Lexan (nur dünne Schnitte + Gravuren)
- Polymethylmethacrylat (PMMA) - Acryl / Plexiglas
- Polyethylenterephthalat (PET) und Ableger wie Mylar (BoPET), PETG / APET / Vivak / Axpet / Lumex A / Lumex G / Spectar / Quinn PETG / HIPEX
- Ultraphan / (Cellulose-)Acetat-Folie
















Textilien / Faserstoffe
- Baumwolle (cotton)
- Filz (felt)
- Flachstapete
- Fleece
- Hanf (hemp)
- Jeans
- Modal
- Pflanzenteile, z.B.
- Bogenhanfblätter
- Laubblätter (Platane, getrocknet)
- Softshell
- Spitze (lace)
- Tencel
- Viscose
Glas
- Floatglas
- Glasflaschen
- Spiegelglas
- Trinkgläser










Mineralien / Gesteine
- Achat (agate)
- Basalt (basalt)
- Fliesen
- Granit (granite)
- Keramik (z.B. Teller)
- Kieselsteine (pebbles)
- LaserBrick (lasergrade Zielgesteine)
- Marmor (marble)
- Perlmutt (pearl)
- Schiefer (slate) - z.B. Dachschindeln Speckstein (soapstone - Ergebnisse mäßig) Ziegelstein (bricks - rot gebacken




Metalle
- Eloxiertes Aluminium
- Mit Lack beschichtete Metalle
- Spezialgravuren mit Lasermarkiermittel (z.B. Cermark)







Leder
- Alcantara
- helles Leder (leather)
- Kunstleder (ohne Chrom VI-Gerbung)
- Nubuk
- Rauleder
- Rindsleder
- Wildleder (suede)
Mein Material ist hier nicht dabei. Kann ich eigenes Material mitbringen?
Natürlich können wir auch Dein Material auf Umsetzbarkeit prüfen. Es ist nicht automatisch ausgeschlossen, dass Dein Wunschmaterial nicht doch auch bei uns laserbar ist und einfach noch nicht auf unserer Blacklist oder Whitelist steht.
Entscheidend sind hier Faktoren wie Oberflächenbeschaffenheit, Krümmung (Schüsselung) und die chemische bzw. materielle Zusammensetzung (z.B. Schichten, Verklebungen, Schutzfolien, Tränkungen, Imprägnierungen, Beschichtungen). Wellige Materialien lassen sich nicht gut lasern, da es u.U. Laserfokussierungsprobleme gibt, die teilweise noch durch aufwendiges Einspannen in der Maschine kompensiert werden können (Einzelfallprüfung).
Da wir für die saubere Verarbeitung sowie für den Schutz der eigenen Maschinen und Filter auf uns bekannte Qualität und Zusammensetzung achten, greifen wir im Regelfall auf Werkstoffe aus unserem eigenen Portfolio zurück. Wir haben außerdem viele gängige Materialien auf Lager.
Der Laserprozess
Emissionen, Gerüche, Brandmarken
Wir schneiden mit Druckluftzublasung (Sauerstoff) und optimierten Parametern. Trotzdem entstehen beim Laserschneiden je nach Material u.U. Schmauch, Brandmarken und/oder verbrannte Kanten. Effekte wie Randschichtaufhärtung, Materialverzug, Verfärbung (Vergilbung) oder Verharzung sind möglich. Das Material kann die typischen dunklen Laserkanten aufweisen und unangenehmen Geruch verbreiten. Teilweise kann man mit Hilfsmitteln etwas vorbeugen (z.B. Application Tape bzw. Schutzfolie) oder nachbehandeln. Bei dickeren Materialien verkohlt außerdem die Schneidkante häufig stärker. Das hängt jedoch auch von Klebeschichten bzw. Inhaltsstoffen ab.
Entsprechend des Einsatzzweckes ist zu prüfen, ob eventuell entstehende Materialemissionen unbedenklich sind. Bitte informiere dich vorher noch einmal.
Bergen, Entgittern, Sortieren
Nach dem Laservorgang gibt es häufig anstehende Handarbeit. Einzelteile müssen vom Trägermaterial getrennt werden (Entgittern). Dabei verschwinden Kleinteile auch unter dem Schneidgitter. Für jeden Kundenauftrag stellen wir sicher, dass auch alle bestellten Teile wirklich intakt und vollständig aus dem Laser kommen. Das erfordert manchmal etwas Zeit.
Tipp: Der Entgitteraufwand kann mit Hilfe von Stegen in den Grafikdateien reduziert werden!

Ein Beispiel für hohen Entgitteraufwand: hier dargestellt ein Schriftzug aus 3mm Acryl XT, bestehend aus knapp 70 Einzelteilen.
Was passiert mit Materialresten?
Grundsätzlich heben wir so viel wie möglich vom Lasermaterial bis zum Aufbrauchen auf, um Abfall zu reduzieren. Wir sind auf möglichst hohe Materialausbeute bedacht und nutzen Nesting-Tools. Das Verschachteln von Bauteilen auf Rohmaterialplatten ist einer der Kernaspekte einer professionellen Produktplanung bzw. Fertigung und stellt letztlich eine Art Footprint bzw. Index für die Effizienz dar. Das spart uns auch Lagerplatz ein. Wenn Du uns dein Material für einen Laserjob zur Verfügung stellst, erhälst Du in der Regel die (noch brauchbaren) Reste nach getaner Arbeit mit zurück.
Dauerhafte Haarentfernung, Tattoos verschwinden lassen, Lebensmittel gravieren?
Wir sind sehr humorvoll und für viele Experimente offen. Allerdings sind wir auf Deine und unsere Langlebigkeit bedacht. Deshalb gravieren wir kein Kraut und keine Rüben, denn unser Laser schneidet in der Regel Werkstoffe, die auch ungesunde Partikel lösen und die sich teilweise im Maschineninneren sammeln können. Das ist vielleicht vergleichbar mit Obstbäumen an stark befahrenen Hauptverkehrsaders. Außerdem werden wir trotz absoluter endlaser Sexyness keine Körperteile von Dir in unserem Laser platzieren. Das geht auch technisch garnicht. Gern vermitteln wir Deine Anfrage an die passenden Spezialisten aus unserem Freundeskreis.
Gravuren im Inneren von Glas?
3D-Bilder im Glaskörper - das gibt es auch! Das ist allerdings mit unserem CO² Laser nicht möglich. Das Herstellungsverfahren nennt sich „Vitrographie“ oder Glasinnengravur. Bei konventionellen Gravuren beschränkt sich das Verfahren auf die Oberfläche. Bei der Vitrographie bleibt die Oberfläche des Materials unversehrt. Die Laserung wird im Inneren des Stoffes ausgeführt. Für das Erzeugen von 3D-Glasgravuren werden Nd:YAG Laser verwendet. Das Verfahren selbst beschränkt sich dabei nicht auf Glas, sondern auf transparente Materialien (z.B. Acryl).
Beiträge zur Umwelt
Als Unternehmen auf kleinem Raum sind wir generell sparsam und kompakt, was die energetische Sicht angeht. Wir beziehen unseren Strom von Naturstrom. Unser Eqipment behandeln wir pfleglich und mit Bedacht Aus Überzeugung bauen wir auf langjähriges Know-How, das nicht der allerallerneuesten Maschine bedarf, aber dem Geschick und Wissen über Werkstoff und Prozess.
Viele unserer Ideen am Laser werden außerdem erfolgreich mit gebrauchtem Material aus Restbestand oder den Quellen der Kunden hergestellt, sofern dies möglich ist - so zum Beispiel auch aus neu formatierten Echtholzreststückchen oder Leimholz, Schieferresten vom Dachdecker, gebrauchten Flaschenkörpern toller Spirituosen, Tetrapaks, Lederresten und Co. Neues Material nutzen wir immer dann, wenn der Kunde es wünscht oder proaktiv mitbringt. Prinzipiell sind wir uns für nichts zu schade, so lange es Mensch und Umwelt nicht zusetzt.

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